Elternsprechtag

Donnerstag, 23.November 2017 - 17:00 bis 20:00 Uhr

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Erfolgreich mit der AHS-Matura

Lernen aus purer Leidenschaft

Johannes Mischlinger ist weltoffen und an allem interessiert – und gerade aus diesem Grund wurde aus ihm ein Tropenmediziner – wenn die Entscheidung auch eher spät gefallen ist.

Der Umgang mit Wissen ist etwas Schönes. Das Gymnasium war für mich immer die einzige Option, da ich wusste, ich würde einmal studieren wollen. Damals wusste ich zwar noch nicht, für welches Fach ich mich an der Universität entscheiden würde, aber ich wollte eine möglichst breite Allgemeinbildung bekommen“, sagt der 28-Jährige. Lange hat er überlegt, eine geisteswissenschaftliche oder sprachwissenschaftliche Richtung einzuschlagen, von Psychologie bis hin zu Geschichte wäre alles infrage gekommen. Dank des Gymnasiums Judenburg erlangte er eine große Bandbreite an Wissen, was seiner Meinung nach in einer fachlich orientierten Schule nicht möglich gewesen wäre. „Eine HTL oder HAK sind fokussiert auf ihre wesentlichen Themen, was natürlich auch gut so ist. Aber mir war ein ausgewogener Mix aus Natur-, Geistes- und Sprachwissenschaften sehr wichtig“, begründet Johannes seine Entscheidung.    

Träumereien

Klar hatte es während der Pubertät Überlegungen gegeben, gleich ins Berufsleben einzusteigen – „Fernfahrer oder Koch. Ersteres hätte mich – so war meine Träumerei – in die europäische Welt geführt, und Zweiteres wäre kreativ gewesen und hätte mich sicher auf die eine oder andere kulinarische Reise gebracht.“ Die große weite Welt hat den Tropenmediziner also immer schon in seinen Bann gezogen.

Bedenken

Natürlich hätte er während der Schulzeit die Möglichkeit gehabt, eine Zeit lang im Ausland zu verbringen, „aber ich hatte damals zu große Bedenken, dass ich den Anschluss an manche Gegenstände wie Mathematik verlieren würde.“ Die so begehrten Auslandsaufenthalte konnte der engagierte junge Mann im Rahmen seiner beruflichen Ausbildung zum Tropenmediziner aufholen. Und das erworbene Wissen im Gymnasium begann Früchtezutragen: Die Nutzen sind ja nicht immer unmittelbar spürbar, aber im Laufe der Jahre war ich in den unterschiedlichsten Situationen froh, sie genossen zu haben. So das Latein, das mir das Erlernen von anderen Sprachen erleichtert hatte, wie damals in Zentralafrika, als ich mir Französisch beibringen musste. Da waren die Informatik und die Mathematik, die mir viele Jahre nach der Matura beim Auswerten meiner wissenschaftlichen Daten geholfen haben“, bemerkt der heute 28Jährige.

Selbstfindung

Er hat seinen Weg gefunden und in der Medizin die Vereinigung aller Wissenschaften erfahren, die ihn stets so gefesselt haben. „Das Leben ist wie eine Stammzelle. Sie kann alles werden. Je älter man wird, desto mehr muss man sich entscheiden“, sinniert Johannes. Doch wie diese treffen? „Durch Selbstreflexion, mit Freunden intensive Gespräche führen, wissen, was man nicht will. Das Gymnasium ist insofern von Vorteil, weil man sich in jede Richtung entwickeln kann.“

Quelle: Lernen aus purer Leidenschaft. In: Karriere Krone. Wege zum Erfolg in der Steiermark, September 2016, S 36.

 

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