Elternsprechtag

Donnerstag, 23.November 2017 - 17:00 bis 20:00 Uhr

Raumeinteilung für den Elternsprechtag

Gold bei Französisch-Bundeswettbewerb

„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“ Mit diesen Worten unterstrich einst Johann Wolfgang von Goethe die Wichtigkeit des Erlernens von Fremdsprachen zur Förderung von intra-, aber auch interkultureller Verständigung. Was augenscheinlich schon im 18. Jahrhundert von höchster Bedeutung war, ist im Zeitalter von Globalisierung und internationaler Vernetzung wichtiger denn je. Denn ohne das nötige Know-how, das eine Verständigungsbasis zwischen Menschen verschiedener Muttersprachen schafft, kann man heute weder im Berufsleben noch beim Pflegen privater Kontakte reüssieren.

Vor allem in allgemeinbildenden höheren Schulen stellt die Ausbildung in verschiedenen Fremdsprachen eine zentrale Komponente dar, die aber oftmals leider nicht die nötige Anerkennung erhält. Doch gerade die intensive Auseinandersetzung mit anderen Sprachen ermöglicht Schülerinnen und Schülern, ihren Horizont zu erweitern, ihre kognitiven Fähigkeiten zu trainieren und somit beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden in Beruf und Studium zu schaffen.

Als Wertschätzung und Leistungsschau des Sprachunterrichts kann die jährlich in Wien stattfindende „Sprachmania“, der größte Fremdsprachenwettbewerb Österreichs, verstanden werden. Zu diesem Bewerb finden sich jene Schülerinnen und Schüler zusammen, die bereits in den bundesländerinternen Sprachwettbewerben ihr außergewöhnliches Sprachtalent unter Beweis gestellt haben und sich dort als beste Kandidatinnen bzw. Kandidaten für den Endbewerb qualifiziert haben. Erfreulicherweise befand sich dieses Jahr unter diesen Fremdsprachentalenten auch ein Schüler aus unserer Schule, nämlich Georg Pickl aus der 8BF-Klasse, der sich beim Landeswettbewerb „Eurolingua“ als Bester für die „Sprachmania“ in Französisch qualifizieren konnte. (Unsere Schule berichtete: http://www.brg-judenburg.ac.at/node/1244)

Der Bundeswettbewerb fand von 20. bis 21. April 2017 in den Räumen des WIFI Wien statt. Zunächst wurde am Abend des 20. Aprils ein einminütiges Vorstellungsvideo der Kandidatinnen und Kandidaten aufgenommen, in dem diese ihren persönlichen Zugang zu Fremdsprachen und ihre Sprachlerngeschichte darlegten. Am Tag darauf ging es in die Schlussrunden: Die neun Landessiegerinnen und -sieger wurden in drei Gruppen à drei Personen aufgeteilt und bekamen kurz Zeit, um eine auf einem Videoimpuls basierende Diskussion vorzubereiten. Das Thema, über das die drei Gruppen aus Französisch diskutieren mussten, lautete „social dining“, Abendessen mit Fremden. Aus diesen drei Gruppen wurden die drei besten Kandidaten ausgewählt. Auch hier gelang es Georg, mit seinen Argumenten, aber vor allem seiner Sprachbeherrschung zu punkten und sich somit für die Endrunde zu qualifizieren. In dieser mussten die Schülerinnen und Schüler vor großem Publikum den französischen Regisseur und Schauspieler Eric Ginestet, der den Besitzer eines Ferienclubs mimte, überzeugen, sie – gemeinsam mit ihrer Klasse – für ihre Maturareise gratis in seinem Hotel unterzubringen. Dafür standen ihnen vier Minuten Zeit zur Verfügung, die mit lebendigen Diskussionen, kleinen schauspielerischen Einlagen und so manchem Lacher aus dem Publikum gefüllt waren. Nachdem die Endrunden aller fünf Wettbewerbssprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch und Spanisch) von allen absolviert worden waren, gab es anschließend auch noch einen Switch-Wettbewerb, bei dem sich die fünf besten, zu diesem Wettbewerb zugelassenen Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer aus jeder Sprache nochmals einer besonderen Herausforderung stellten: Sie hatten die Aufgabe, zwischen Englisch und der von ihnen gewählten Sprache zu switchen um somit beinahe simultan zwei Personen mit verschiedenen Muttersprachen zu überzeugen. Georg wurde auch zum Switch-Bewerb zugelassen und begeisterte das Publikum mit einem humorvollen Rollenspiel.

Nach Beendigung dieser Runde folgte die Siegerehrung, bei der die besten Schülerinnen und Schüler aus jeder Sprache neben tollen Buchgeschenken und Urkunden auch äußerst großzügige Geldpreise und Sprachaufenthalte erhielten. Zur Verfügung gestellt wurden diese Preise einerseits von Buchverlagen sowie den Botschaften und Landesvertretungen der jeweiligen Sprachen, andererseits vom WIFI Österreich. Voller Spannung erwarteten die steirische Delegation und natürlich Georgs Begleit- und Französischprofessorin Prof. Mag. Maria Glinitzer die Ergebnisse. Nach einigen Minuten des Wartens wurde schließlich das Ergebnis bekanntgegeben: Mit einem Vorsprung von 10 Punkten errang Georg Pickl den Sieg des Französischwettbewerbs und kann sich somit über zahlreiche Preise freuen: Ihm wurden im Rahmen einer feierlichen Zeremonie zahlreiche Bücher sowie ein hochdotierter Scheck überreicht.

Prof. Mag. Maria Glinitzer und Georg Pickl

 

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