Elternsprechtag

Donnerstag, 23.November 2017 - 17:00 bis 20:00 Uhr

Raumeinteilung für den Elternsprechtag

Naturwissenschaftliche Expedition in die Stadt der Caesaren

Die Elite der siebten Klassen des BG/BRG Judenburg machte sich am 23.03.2014 voll von naturwissenschaftlichem Ehrgeiz aber dafür mit minimalistischsten Italienischkenntnissen auf, die Weltstadt Rom zu erforschen. Bei der nahezu unüberblickbaren Gruppenstärke von sieben Schülern war klar, dass nur die kompetentesten nicht italienisch unterrichtenden Begleitpersonen infrage kommen würden.

Schließlich wurde die Ehre uns zu begleiten Fr. Professor Moser und Fr. Professor Blanchard zu teil. Wir erreichten den einstigen Mittelpunkt der Westlichen Welt am Montagmorgen und starteten unser abwechslungsreiches Programm direkt nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel. Den ersten Tagesordnungspunkt stellte der Besuch des Kolosseums dar. Bereits bevor wir die Mutter aller Stadien betreten konnten, kamen wir in den Genuss der italienischen Gastfreundschaft. Gleich zwei Schüler wurden beinahe vom Besuch ausgeschlossen, da ihnen nicht abgenommen wurde, wirklich 17 Jahre alt zu sein, mit der Begründung, dass man in diesem Alter niemals ein so faltiges Gesicht haben könne. Unsere kompetenten Begleiterinnen konnten diesen Konflikt natürlich in hochgestochenstem Italienisch lösen. Endlich im Kolosseum angekommen machten wir uns natürlich sofort daran unserer naturwissenschaftlichen Ader zu frönen. Mit Fr. Prof. Moser berechneten wir die Brennpunkte des Kolosseums und stellten die Ellipsengleichung auf. Trotz widrigster Wetterbedingungen ließen wir uns nicht von unserem Bildungsauftrag abhalten und machten uns nach einem reichhaltigen Mittagessen auf, den Palatin und das Forum Romanum zu erkunden. Dort erforschten wir eine, mehr oder weniger freiwillig vom Baum gefallene Orange bis ins letzte Detail und stellten nach einem Geschmackstest fest: Es handelte sich um eine eher schlechter verzehrbare Zierorange. Jedoch blendete einige von uns der wissenschaftliche Enthusiasmus, sodass diese zum Schluss kamen, von der besten Orange ihres Lebens gekostet zu haben.

 

Am zweiten Tag unserer Wissensodyssee stand neben den vatikanischen Museen und der Engelsburg auch die Besichtigung des Petersdoms, natürlich inklusive des Erklimmens dessen Kuppel, auf dem Programm. Sogar Fr. Prof. Blanchard überwand heldenhaft ihre Höhenangst, um sich die atemberaubende Rundumsicht über Rom nicht entgehen zu lassen. Nur mit Mühe und Not konnten wir unserem Forscherdrang widerstehen, der uns befahl, Fallversuche von der Kuppel des Petersdoms durchzuführen. Nach einem, aufgrund des schlechten Wetters, schier endlos erscheinenden nachmittäglichen Spaziergang fielen wir alle erschöpft in unsere Betten.

Bereits am Morgen des dritten Tages forderte das straffe Tempo, das an den Tag gelegt wurde, in Verbindung mit dem schlechten Wetter seinen Tribut: Daniel S. erkrankte an eitriger Angina. Nach einer fachgerechten Versorgung durch unsere Begleitpersonen setzten wir unser Programm fort und begaben uns zur Papstaudienz. Dort baten wir natürlich um die baldige Genesung unseres Kollegen. Nach einem weiteren informativen Nachmittag durften wir, das Hardrock Cafe besuchen.

 

Der vierte Tag begann mit dem Arztbesuch des „feschen spanischen Doktors“, wie er von unseren Begleitpersonen genannt wurde. Wie befürchtet musste Daniel einen weiteren Tag das Bett hüten, während der Rest der Gruppe seinen Forscherdrang ausleben konnte. Neben dem Pantheon und dem Kapitol besichtigten wir auch den Trevi-Brunnen und wünschten uns, dass das Wetter doch endlich schön werden sollte.

Am letzten Tag unserer Reise erfüllten sich all unsere Wünsche und Bitten der Vortage, denn beim Ausflug nach Ostia war nicht nur Daniel wieder auf den Beinen, auch die italienische Sonne schien und so entschieden wir uns spontan für einen Abstecher ans Meer. Neben meeresbiologischen Forschungen kam es auch zu einem Architekturworkshop im Medium Sand. Dieser fand jedoch ein durch einen plötzlichen zerstörerischen Ausbruch des Aktionismus leider ein jähes Ende, gleichsam auch unser viel zu kurzer Strandausflug, immerhin mussten wir ja unseren Nachtzug zurück in die barbarische Provinz Noricum erwischen. Natürlich meisterten wir auch diese letzte Aufgabe mit Bravur und konnten sogar noch eine Kostprobe der italienischen Pünktlichkeit erhaschen, denn immerhin kamen wir ja nur eineinhalb Stunden zu spät in Judenburg an.

 

 

Zusammenfassend kann nur berichtet werden, dass die Reise ein Erfolg auf ganzer Linie war. Die gesetzten Lernziele wurden erreicht, wenn nicht sogar übertroffen, aber auch Freizeit und Vergnügen kamen nicht zu kurz.

 

 

Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Judenburg - 8750 Judenburg - Lindfeldgasse 10 - Tel +43 5 0248 047

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