Elternsprechtag

Donnerstag, 23.November 2017 - 17:00 bis 20:00 Uhr

Raumeinteilung für den Elternsprechtag

Zeitreise ins Mittelalter

Am 23. Juni machten die Maiden und Jünglinge der 3DR und 2B eine „Zeitreise“ ins Mittelalter. Schon früh morgens brachen wir mit dem Zug nach Friesach auf, wo wir hautnah miterleben durften, wie eine Burg (heute noch) mit mittelalterlichen Handwerkstechniken und Werkzeugen und ganz ohne moderne Hilfsmittel gebaut wird. Tatsächlich benötigten die Menschen damals etwa 40 Jahre um eine Burg fertig zu stellen.

 

Dabei wurden uns die Arbeiten der Schmiede,  der Zimmermänner, der Steinmetze und Maurer, sowie der Korbflechter näher vorgestellt und wir konnten ihnen direkt bei der Arbeit über die Schulter schauen. Auch über das Befördern der Materialien zu Fuß oder mit starken Pferden, sowie über das Bewässerungssystem und handwerkliches Geschick in Kunst und Alltagswelt im Mittelalter wurden wir bestens informiert.

Weiters erhielten wir eine kurze Einführung in Redewendungen, die im Mittelalter entstanden. So wurde zum Beispiel die Herkunft der Worte „Schlitzohr“ und „Aufreißer“, sowie „Owizahra“ erklärt. Bei Schlitzohren handelte es sich um Gauner, die auf grausame Weise bestraft und gekennzeichnet wurden, indem man ihnen die für die damalige Zeit kennzeichnenden Ohrringe ausriss. Aufgrund der entstandenen „Schlitze“ am Ohr wurden sie „Schlitzohren“ genannt. „Aufreißer“ und „Owizahra“, erfuhren wir, waren eigentlich zwei Männer, die Holz mit einer großen Säge schnitten, die von oben nach unten betätigt werden musste. Einer zog sie nach oben – und einer nach unten.

Nach der interessanten Burgbauführung hatten sich alle ein Eis verdient.

Bald darauf wanderten wir durch die schöne Stadt zur Burg am Petersberg. Auf diesem Berg befindet sich das Burgbaumuseum in einem Burg Turm. Nach einer informativen Führung über die mittelalterlichen Schätze Friesachs wurden unsere Kids hungrig und wir nahmen unser Mittagessen an der königlichen Tafel der Burg ein. Bei einem mittelalterlichen Spektakel an dem die Schüler mit König und Königin und königlicher Kammerzofe gemeinsam am Tisch speisten, gab es natürlich auch Tischregeln, bei deren Verstoß auch der ein oder andere „gefoltert“ wurde. Da aber der König sehr wohlwollend und gnädig war haben alle Untertanen die Tafel gut überstanden und dank unserer engagierten Jäger trotz eines Diebstahls des Mahls ein ausgezeichnetes mittelalterliches Essen bekommen. Am Ende des Spektakels wurden viele der Untertanen aufgrund ihrer Tapferkeit und Treue gegenüber der Krone zu Burgfräulein ernannt bzw. zu Rittern des Petersbergs geschlagen.

Nach einem ruhigen Ausklang in der Stadt Friesach machten wir uns schweren Herzens wieder auf den Heimweg und können nun auf eine erfolgreiche und gelungene Exkursion ins mittelalterliche Friesach mit Freude zurückblicken.

Mag. Petra Kassl, Dr. Mag. Eva Gergely, Mag. Markus Steinkellner

 

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