Elternsprechtag

Donnerstag, 23.November 2017 - 17:00 bis 20:00 Uhr

Raumeinteilung für den Elternsprechtag

Projekt Mahnmal

Die Stadtgemeinde Judenburg wird in der Messerschmiedgasse ein Mahnmal für die aus Judenburg vertriebenen und deportierten Juden errichten. Dieses Mahnmal soll aber nicht nur an Vergangenes erinnern, sondern auch uns mahnen, wachsam zu bleiben und aktiv für die Verwirklichung der Menschenrechte einzutreten. Schülerinnen und Schüler unserer Schule und des jüdischen Gymnasiums ZPC erarbeiteten gemeinsam Entwürfe für dieses Mahnmal. Als UNESCO-Schule sehen wir es als unseren Bildungsauftrag an, ein Zusammenleben in einer pluralistischen Welt zu lernen und in fächerübergreifenden Projekten interkulturelles Zusammenarbeiten zu fördern. Daher freuen wir uns, dass wir an diesem Projekt, das von Mag. Katja Heiden in Kooperation mit dem Stadtmuseum Judenburg unter der Leitung von Dr. Michael Schiestl initiiert wurde, mitarbeiten können.

Am Anfang des Projekts stand der Wunsch, dass es ermöglicht wird, die Aufarbeitung der Geschichte nicht nur aus einem Blickwinkel zu betrachten. Wir wollten mit den Jugendlichen nicht nur über etwas sprechen und arbeiten, sondern mit den anderen ins Gespräch kommen, einen anderen Blickwinkel kennenlernen und miteinander etwas verwirklichen. Daher nahm Prof. Heiden mit der jüdischen Schule in Wien Kontakt auf und die Schüler/innen der siebten Klasse mit ihrer BE-Professorin Anna Erdelyi erklärten sich bereit, gemeinsam mit unseren Schüler/innen einen Entwurf für dieses Mahnmal zu erarbeiten.

Nachdem sich Freiwillige aus den sechsten und siebten Klassen zu diesem Projekt meldeten, war der erste Programmpunkt ein Workshop für Zivilcourage.

Darüber berichten Helin, Iva, Teresa und Magdalena:

Britta Sievers, die Dame, die im Auftrag des Mauthausen Komitees diesen Workshop leitete, nahm sich viel Zeit für uns. Wir diskutierten unter anderem über das Thema Zivilcourage und lernten dank ihrer persönlichen Anekdoten, die uns sehr gefallen haben, viel über das richtige Handeln in schwierigen Situationen in unserem Alltag. Außerdem zeigte sie uns Methoden, wie man sich bei gewissen Konflikten, in denen andere beschimpft oder zum Beispiel rassistisch im Alltag behandelt werden, verhalten kann.

Wir empfehlen diesen Workshop des Mauthausen Komitees allen Oberstufenschülern weiter, weil es wichtig ist, über das richtige Handeln in Situationen, in denen anderen Mitmenschen durch Worte und Taten Unrecht geschieht wird, Bescheid zu wissen. Wir haben mit viel Spaß gelernt bei alltäglichen Konflikten Zivilcourage zu zeigen und werden in Zukunft sicher aufmerksamer durch die Straßen gehen.

Iva Horvat, Teresa Mösslacher, Magdalena Winter, Helin Ates 6af

 

Insgesamt nehmen 17 Schüler/innen aus unserer Schule und 10 Schüler/innen der ZPC-Schule an diesem Projekt teil. Bei einem ersten Besuch in Wien lernten wir die jüdische Schule kennen, darüber hinaus erfuhren wir viel über die jüdische Religion, Kultur und Identität. Auch der Besuch des Mahnmals für die österreichischen Opfer der Schoah von der Künstlerin Rachel Whiteheard am Judenplatz im ersten Wiener Bezirk wurde besichtigt und erklärt.

 

 

Als nächstes folgte der Gegenbesuch der Schüler/innen aus Wien. Gemeinsam hörten wir im Stadtmuseum den Vortrag von Dr. Michael Schiestl an, der über Verfolgung in Judenburg berichtete und uns in einer Stadtbesichtigung die wichtigsten ehemaligen jüdischen Orte zeigte. Seitens eines Vertreters des Bauamtes wurde den Jugendlichen der Ort gezeigt, an dem das Mahnmal errichtet werden wird und über den finanziellen Rahmen gesprochen.

 

 

Um unser Vorhaben realisieren zu können, brauchten wir noch eine Expertin, die sich mit der Realisierung solcher Vorhaben auskennt. Daher sind wir sehr froh, dass wir durch die finanzielle Unterstützung des Kulturkontaktbüros Frau Hanna Hollman an unserer Seite haben, die durch ihre Erfahrung dafür sorgt, dass die Ideen auch realisierbar sind.

 

 

 

Mit all diesen Informationen machten sich die Jugendlichen daran, in Gruppen Ideen für das Mahnmal zu entwerfen. Diese werden am 25.03.2015 fertig gestellt und dem Bauamt übermittelt werden.

Wir sind schon gespannt auf den weiteren Verlauf des Projekts und hoffen sehr, dass es am Ende auch wirklich zu einer Realisierung des Mahnmals kommen wird.

Teilnehmer/innen:

Aus der 6.a-Klasse: Helin Ates, Iva Horvath, Teresa Mösslacher, Magdalena Winter

Aus der 7.a-Klasse: Nadine Diethart, Valeria Exner, Julia Fasch, Daniela Gruber-Veit, Julian Isci, Angelika Kogler, Daniela Kurz, Melvin Lachenmaier, Viktoria Moser, Paul Neubauer, Christina Pally, Susanne Reitinger, Kerstin Schaffer

Mag. Katja Heiden, Mag. Günter Steiner und Mag. Ulla Steinwidder

 

Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Judenburg - 8750 Judenburg - Lindfeldgasse 10 - Tel +43 5 0248 047

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