Elternsprechtag

Donnerstag, 23.November 2017 - 17:00 bis 20:00 Uhr

Raumeinteilung für den Elternsprechtag

Labortage am Institut für Molekularbiologie an der Universität Salzburg

Im Zuge des BIOKOSMOS – Projekts wurden zehn Schüler/innen aus Österreich von Herrn Mag. Reinhard Nestelbacher - einem Absolventen unserer Schule - eingeladen, an drei Forschungstagen Einblick in die Arbeit eines Molekularbiologen zu erhalten. Aktuell wird an der Universität an einem Allergie-Impfstoff gegen Ragweed, ein aus Nordamerika eingeschlepptes Kraut, das in Österreich für die steigende Zahl an allergischen Erkrankungen verantwortlich ist, gearbeitet. Herr Nestelbacher und sein Kollege Dr. Michael Wallner ermöglichten uns, Bianca Scharf und Florian Steinwidder, selbst diese allergieauslösenden Eiweiße herzustellen und mit ihnen zu forschen.

Am ersten Forschungstag starteten wir mit einer Vorstellungsrunde und lernten unsere Kollegen aus Oberösterreich, Salzburg und Tirol kennen. Im Labor angekommen, machten wir aus dem Pollenextrakt der Ragweed-Pflanze und des Wachholders mit Hilfe der Elektrophorese die Proteine sichtbar und konnten nach einem aufwendigen Verfahren, der In-Vitro-Translation, die Allergene erkennen. Nach interessanten Stunden im Labor gab es ein gemeinsames Abendessen in der Stadt und eine Diskussionsrunde mit Forschern übers Wissenschaftlerleben. Sie standen uns Rede und Antwort, erzählten von ihrer beruflichen Karriere und gaben uns Tipps für unsere Berufswahl.

 

Da die Herstellung der allergieauslösenden Eiweiße zwischen den verschiedensten Schritten oftmals lange Wartezeiten beanspruchten, konnten wir in einem zweiten Projekt in die DNA-Analyse Einblick nehmen. Neben der theoretischen Erklärung konnten die aus der Mundschleimhaut entnommenen Zellen in einem langwierigen Prozess gereinigt werden, so dass am Ende nur mehr unsere eigene DNA-Probe überblieb. Das Verfahren war besonders anspruchsvoll, da man die DNA mit freiem Auge nicht sehen konnte und wir deshalb nicht wussten, ob sie überhaupt noch vorhanden ist und wir fehlerfrei gearbeitet haben. Zusätzlich musste die Probe durchgehend von äußeren Einflüssen geschützt werden und natürlich war auch Präzision gefordert, da es sich nur um wenige Mikroliter handelte. Erst nach drei langen Tagen stellte sich heraus, ob wir genau genug gearbeitet hatten und unsere DNA analysiert werden konnte. Wir beide hatten Glück und konnten so nach der Auswertung unsere persönliche Neigung zu Nikotin und unsere Reaktion auf Koffein analysieren.

 

Neben dem Forschen und den gemeinsamen Essen besichtigten wir auch die Stadt Salzburg, bekamen eine Führung durch das Universitätsgebäude und hörten Vorträge zur Persönlichkeitsbildung und Entscheidungstreffung, weiters sammelten wir viele Erfahrungen und knüpften neue Freundschaften.

  

 

Herzlichen Dank an Herrn Mag. Nestelbacher, dass er uns einen so interessanten und spannenden Einblick in die Forschung und Molekularbiologie ermöglichte und auch an Frau Prof. Exner, die uns für dieses Projekt anmeldete.

Florian Steinwidder und Bianca Scharf, 7bf 

 

Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Judenburg - 8750 Judenburg - Lindfeldgasse 10 - Tel +43 5 0248 047

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