Montanuniversität Leoben zu Besuch! – Spannende Einblicke in Forschung und Zukunftstechnologien
Die Schüler*innen der 7. Klassen hatten kürzlich die besondere Gelegenheit, die Montanuniversität Leoben besser kennenzulernen – sowohl im Rahmen eines Vortrags in der Schule als auch durch einen Online-Beitrag für die SciTec-Schülerinnen.
Zu Beginn ihres Besuchs stellte unsere ehemalige Absolventin, Dr. Eva Gerold, die Montanuniversität Leoben mit einem kurzen, informativen Überblick vor. Dr. Gerold selbst forscht an der Montanuniversität im Bereich der Entwicklung innovativer Recyclingstrategien für metallhaltige Sekundärrohstoffe, mit besonderem Schwerpunkt auf Batterierecycling und trägt somit wesentlich zur Weiterentwicklung ressourcenschonender Technologien bei.
Nach einer kurzen Vorstellrunde wurden mit Hilfe von Anschauungsmaterial verschiedene Metalle erraten, deren Anwendungsmöglichkeiten und Vorkommen erarbeitet und diskutiert. Da durfte weder die Heckschürze eines Porsche 911, noch das künstliche Hüftgelenk fehlen! Dieser praxisnahe Zugang sorgte für viel Engagement und reges Mitdenken.
Ein besonderes Highlight war das anschließende Rollenspiel zum Thema „Atomenergie als grüne Energie?“. Dabei schlüpften die Schüler*innen in unterschiedliche Rollen und setzten sich intensiv mit den Vor- und Nachteilen der Atomenergie auseinander. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit vielen starken und gut begründeten Meinungen. Besonders erfreulich war, dass am Ende eine gemeinsame, einvernehmliche Lösung gefunden werden konnte – ein gelungenes Beispiel für konstruktiven Austausch und kritisches Denken.
Die Vorstellung der Universität und ihrer Forschung wurde durch einen Online-Vortrag von Dr. Christian Mitterer, dem Leiter des Lehrstuhls für Funktionale Werkstoffe und Werkstoffsysteme für die SciTec-Gruppe der 7. Klasse ergänzt. Im Mittelpunkt stand das Thema Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. Die Schülerinnen erfuhren, welche Rolle Wasserstoff künftig spielen könnte und welche Herausforderungen aktuell bestehen. Besonders die Speicherung von Wasserstoff stellt die Forschung vor große Aufgaben: Während eine Speicherung bei sehr tiefen Temperaturen (etwa 77 K) bereits möglich ist, wird derzeit intensiv an Lösungen gearbeitet, die auch bei Raumtemperatur funktionieren – beispielsweise mit Hilfe poröser Materialien.
Zum Abschluss sorgte eine überraschende Frage für große Aufmerksamkeit:
Brennt ein Benzinauto oder ein Wasserstoffauto stärker?
Viele vermuteten zunächst, dass Wasserstoff gefährlicher sei. Die Auflösung verblüffte jedoch: Wasserstoff verbrennt zwar sehr schnell, aber nur kurz. Benzin hingegen brennt deutlich länger und intensiver – ein Auto kann dabei vollständig ausbrennen. Diese Erkenntnis hinterließ bei den Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck.
Insgesamt war die Vorstellung der Montanuniversität Leoben äußerst spannend, abwechslungsreich und lehrreich. Die Kombination aus Theorie, praktischen Elementen und Diskussionen bot eine wertvolle Erfahrung und weckte bei vielen das Interesse an naturwissenschaftlicher Forschung und technischen Zukunftsthemen.
Wir freuen uns, wenn wir am 22. Juni die Montanuniversität Leoben dann auch vor Ort kennenlernen dürfen – die SciTec-Schülerinnen besuchen an diesem Tag nämlich noch das Wasserstoffzentrum und dürfen so die aktuelle Forschung hautnah erleben!
Prof.in Mag.a Stefanie Hoffelner-Duer