GEGL-Workshop im BG/BRG Judenburg

Die Geschichte meines Handys

Aus wievielen Einzelteilen besteht mein Handy ? Welche Länder produzieren die Rohstoffe und unter welchen Arbeitsbedingungen? Warum entsteht beim Gebrauch meines Handys so viel CO2? Wie setzen sich die Produktionskosten zusammen? Wofür brauche ich es eigentlich wirklich?

In intensiven Workshops des Vereins  Südwind Entwicklungspolitik Steiermark von Mag. Merle Weber, Wolfgang Neuhold und Markus Rockenschaub unterzogen die sechsten Klassen mit Mag. Stefanie Hoffelner, Mag. Stefanie Kothgasser und  Mag. Eva-Maria Wilding sowie  Schülerinnen und Schüler aus BEE das Handy einer genauen Untersuchung.

Meist arbeiten Frauen ohne Ausbildung im globalen Süden in der Fertigung, schlecht bezahlt in 12 Stunden Schichten mit kurzen Pausen, sieben Tage die Woche. Kinder holen Rohstoffe aus Elektromüllhalden, atmen dabei Dämpfe von brennenden Kunststoffen ein und zerkratzen sich an scharfkantigen Schrottteilen. Erzminen unter Tage sind schlecht belüftet und einsturzgefährdet, der Abbau seltener Erden bedroht Naturschutzgebiete.  Im Gebrauch entstehen durch die notwendigen Kühlsysteme in den großen Serverfarmen mittlerweile CO2-Mengen, die jenen des  Flugverkehrs entsprechen.

Fazit der Schüler: jeder, der Handys nicht gleich entsorgt sondern  zum Beispiel in der Familie nach Möglichkeit noch weiter verwendet, fairer produzierte Modelle (für ein wirklich „faires“  Handy sind die Handelswege derzeit zu verschlungen), die repariert werden können benutzt und ihren Einsatz auf das Notwendige reduziert, handelt im Sinne der Nachhaltigkeit.

 

Mag.Dr. Eva Gergely

GEGL/BEE

 

Anlegen einer Bienenweide

Was macht die Wiese zur Wiese? Wie oft wird eine Wiese bei uns heute gemäht? Was brauchen viele Insekten zum Überleben? In einem anregenden Kurzvortrag stimmte Mag. Heli Kammerer von Grünes Handwerk -  Büro für angewandte Ökologie aus Statt-egg bei Graz die 4F–Klasse und fünf Gäste aus der Simultania mit ihren Betreuern Michaela Deutsch und Matthias Mögele ein.

Sodann ging es mit Schiebetruhen, Schaufeln, Kübeln und Rechen auf ein Areal der Stadtgemeinde Judenburg in der Nähe unseres Schulparkplatzes. Helfried Kreiter vom Umweltreferat der Stadtgemeinde Judenburg und Mitglieder des Bauhofes erwarteten uns, sie hatten vor unserem Eintreffen in der Nähe bereits drei Apfelbäume gesetzt, die in Zukunft mit ihren Früchten den Schulweg versüßen sollen, weitere Mitarbeiter sollten später beim Abtransport der schweren, nassen Erde behilflich sein.

Mit einer Motorhacke wurde das Erdreich gelockert, die zu nährstoffreiche oberste Bodenschicht mit vereinten Kräften abgetragen und nach einer Jausenpause (ein Dankeschön an die Stadtgemeinde Judenburg!) wurde auf die darunterliegende Erdschicht eine Kräutersamenmischung aufgestreut und eingewalzt.

Die hervorragende Leistung der 4F-Klasse, die sich dem Projekt mit viel Energie gewidmet hat, beeindruckte alle Anwesenden! So war die behandelte Fläche am Ende des Projekttages eineinhalb Mal so groß wie geplant und kann im zweiten Teil im Frühsommer mit dem Sträuchersetzen leicht vollendet werden. Im Jahr 2020, wird das Ergebnis noch nicht so perfekt aussehen, da einige Pflanzen erst im zweiten Jahr blühen.

Die Simultania unterstützt die Bienenweide aber in einem eigenen Kunstprojekt mit dauerhaften Installationen (in Arbeit), damit für jeden ersichtlich wird:

hier entsteht ein neues Zuhause für Insekten!

Liebe 4F: nochmals DANKE für Euren Einsatz!

 

Global Warming und die Kosten für die Volkswirtschaft

Mit welchen Forschungsfragen beschäftigt sich das Wegener Center?

Was ist die Aufgabe des Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC?

Worauf basiert ein Klimaszenario als Beispiel für eine plausible, alternative zukünftige Situation? Welche Kosten entstehen bei unterschiedlichen Klimaszenarios in verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereichen?

 

Gemeinsam mit Dr. Stefan Nabernegg vom Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Karl Franzens Universität Graz gingen Schülerinnen und Schüler aus BEE und der 4D-Klasse diesen und weiteren Fragen in einem Workshop nach.

 

Fazit: auf die in Arbeitsgruppen untersuchten ausgewählten Sparten Forstwirtschaft, Produktion und Handel, Gebäude sowie Tourismus kämen in Europa bei zu erwartenden höheren Temperaturen im Sommer als auch im Winter, mehr Niederschlägen im Winter (davon mehr Regen) und geringeren Niederschlägen im Sommer sowie mehr Extremereignissen wie Starkregen und Stürmen Investitionssummen in Milliardenhöhe zu um die Folgen balancieren zu können.

Prof. Mag.a  Dr.in Eva Gergely

GEGL/BEE

 

 

Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Judenburg - 8750 Judenburg - Lindfeldgasse 10 - Tel +43 5 0248 047

Zircon - This is a contributing Drupal Theme
Design by WeebPal.