Vom 23. bis 29. März 2025 nahmen österreichische und polnische Schülerinnen und Schüler an einer Erasmus+‑Jugendbegegnung in Judenburg teil, die ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit, Umweltschutz und interkulturellem Lernen stand. Nach ihrer Ankunft am Sonntagabend wurden die polnischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich von ihren Gastfamilien aufgenommen und auf eine spannende Woche eingestimmt.
Der Montag begann mit einer herzlichen Begrüßung, einer Online‑Umfrage und einer ersten Erkundung des Schulgeländes in Form einer „Scavenger Hunt“. Bei spielerischen Ice‑Breaking‑Aktivitäten lernte sich die Gruppe näher kennen, bevor sie erstmals mit den Sustainable Development Goals (SDGs) arbeitete. Am Nachmittag erkundeten die Jugendlichen Judenburg erneut anhand einer SDG‑orientierten Schnitzeljagd und reflektierten ihre Eindrücke, ehe sie den Abend bei ihren Gastfamilien verbrachten.
Der Dienstag startete mit gemeinsamen Reflexionsrunden, gefolgt vom Themenschwerpunkt „Plastic Planet“, bei dem sich die Teilnehmenden mit Plastikmüll und dessen Auswirkungen beschäftigten und kurze Präsentationen vorbereiteten. Danach nahmen sie an zwei kreativen Workshops mit Nachhaltigkeitsexpertinnen und ‑experten teil, die sich dem Thema nachhaltige Städte widmeten. Der Tag endete mit der Weiterarbeit an Strategien zur Plastikreduktion und einem gemeinsamen Abendessen der Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter.
Am Mittwoch erwartete die Jugendlichen eine abwechslungsreiche Mischung aus Kreativität und praxisnahem Umweltlernen. Sie lasen den Comic „Plastica’s Revenge“, spielten kurze Szenen nach und nahmen danach an Workshops zur Herstellung nachhaltiger Seifen und organischer Kunststoffe teil. Beim gemeinsamen Pizzabacken zu Mittag wurde Teamwork großgeschrieben. Am Nachmittag beteiligte sich die Gruppe an der europaweiten Initiative „Plastic Pirates“, sammelte Plastikmüll und analysierte Flusswasserproben. Abends sahen die Jugendlichen das Video „Barbie Girl“ und beantworteten einen Fragebogen zum Thema Umweltbotschaften in den Medien.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen internationaler Zusammenarbeit. In gemischten österreichisch‑polnischen Gruppen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler Präsentationen über ihre Länder und Schulen, über Strategien zur Vermeidung von Plastik, über nachhaltige Städte, über den Comic Plastica’s Revenge sowie über die Aktivitäten der gesamten Woche. Ein kreatives Highlight war die Modenschau, bei der die Gruppen Outfits aus recyceltem Plastik präsentierten. Anschließend besuchten sie den Red Bull Ring. Am Abend fand eine feierliche Kulturelle Nacht statt, bei der die Jugendlichen ihre Ergebnisse präsentierten, gemeinsam feierten und ihre Teilnahmezertifikate erhielten.
Am Freitag reiste die Gruppe nach Graz, wo sie an einem wissenschaftlichen Workshop im Cosa teilnahm. Nach dem Mittagessen erkundeten die Jugendlichen die Stadt im Rahmen einer spannenden Schnitzeljagd. Gemeinsame soziale Aktivitäten rundeten den Tag ab, bevor es zurück nach Judenburg ging.
Der Samstag markierte die Abreise der polnischen Gruppe, die viele neue Erfahrungen, kreatives Wissen und internationale Freundschaften im Gepäck hatte. Die Woche bot eine gelungene Mischung aus Lernen, Nachhaltigkeit, Teamarbeit und kulturellem Austausch – eine inspirierende Erasmus+‑Erfahrung für alle Beteiligten.
Film: https://www.youtube.com/watch?v=jUBFGJhzkUA