„Kunst macht mich glücklich, Geld brauche ich zum Überleben.“ – Poetry-Slam mit Yannick Steinkellner
Im Rahmen eines zweistündigen Workshops hatten die Schüler*innen der 6A und 7A die Gelegenheit, Poetry-Slam hautnah zu erleben. Unter der Anleitung des vielseitigen Künstlers Yannick Steinkellner (ynnck.at) vom Slam-Kollektiv Graz (@slamkollektiv; slamkollektiv.at) ging es um kreatives Schreiben, spontanes Erzählen und die Kraft eigener Texte.
Zu Beginn wurden die Grundregeln des Poetry-Slams geklärt: selbstverfasste Texte, keine Requisiten, ein Zeitlimit für die Beiträge und ein respektvoller Umgang miteinander.
Danach folgte eine kreative Aufwärmübung: Ein Märchen wurde gemeinsam erzählt, wobei Satzanfänge vorgegeben und von den Teilnehmenden spontan weitergeführt wurden. So kam es dazu, dass die Streuselkuchen essende Prinzessin Marianne zum Leidwesen ihres Ritters nicht nur ein-, sondern gleich zweimal zerplatzte.
Anschließend verfassten die Schüler*innen eigene Kurzgeschichten. Der erste und der letzte Satz waren vorgegeben: „Eigentlich war alles in Ordnung.“ bzw. „Damit hatte keiner gerechnet.“ Ein wertvoller Schreibtipp von Yannick Steinkellner lautete: „Show, don’t tell!“ – also nicht nur erzählen, sondern bildhaft beschreiben. Übertreibungen und Untertreibungen waren ebenfalls erwünscht – solange die Geschichte im Alltag verankert blieb.
Mit viel Mut trugen einige Schülerinnen und Schüler ihre Texte vor – darunter eine leidenschaftliche Wutrede gegen den Regen, eine humorvolle Ode an die Leberkässemmel sowie ein kritischer Text über das schöne Österreich, in dem stets alle jammern. Herr Karl lässt grüßen.
Einige Highlights gibt es hier.
Fazit: Sprache wird dann besonders kraftvoll, wenn Jugendliche sie für das nutzen, was sie wirklich bewegt.
Vielen Dank an Yannick Steinkellner für diesen inspirierenden Vormittag!
Danke auch an den Elternverein für die finanzielle Unterstützung.
Prof.in Mag.a Andrea Zechner